Alle(s) unter einem Dach - Schritt für Schritt - Hand in Hand
Alle(s) unter einem Dach: Eltern und Kind, Arzt und Therapeut, Untersuchung und Versorgung, kindheitslang und familienorientiert - unter diesem Motto arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) seit über 35 Jahren.
Es ist unser Ziel, möglichst vielen Kindern mit Entwicklungsstörungen unterschiedlicher Art und Schwere einen Weg in die Selbständigkeit zu ebnen und ihnen die Eingliederung in das soziale Umfeld zu erleichtern - Schritt für Schritt. Dabei verstehen wir uns als Partner der Familie. Die Zusammenarbeit mit Eltern und dem (sozialen) Umfeld der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen ist uns wichtig - Hand in Hand.
Was wir machen
Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) sind der Untersuchung, Versorgung und Rehabilitation behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder gewidmet. Charakteristisch für das Vorgehen Sozialpädiatrischer Zentren ist die fachübergreifende Arbeitsweise auf medizinisch-psychologischem und pädagogisch-therapeutischem Gebiet, die Einbeziehung der Familien in die Behandlung, die kindheitslange Betreuung bis ins Jugendalter sowie die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, den Fördereinrichtungen und dem öffentlichen Gesundheitssystem.
Besonderheiten des SPZ der DRK-Kinderklinik Siegen
Unser SPZ ist eines der ältesten und größten Sozialpädiatrischen Zentren des Landes. Unser unmittelbarer Versorgungsbereich umfasst neben dem Kreis Siegen-Wittgenstein die angrenzenden Regionen in NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen (nördlicher Westerwald, südliches Sauerland und Bergisches Land, Lahn-Dill-Kreis u.a.). Aus einem noch größeren Einzugsgebiet kommen Patienten zu uns, die spezielle Fragestellungen haben, z.B. interdisziplinäre Versorgung der Cerebralparese, Hilfestellung für die Behandlung nach Vojta, Anregungen zur sensorisch-integrativen Mototherapie, Begleitung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten u.a.
Ziel unseres Teams ist es, für jedes Kind die ihm gemäße ungestörte körperliche, geistige, seelische und soziale Entwicklung zu erreichen oder zumindest anzustreben.
Unser SPZ untersucht und versorgt mit dem besonderen Fokus auf Früherkennung und Frühberatung:
- Neurologische Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters (z.B. allgemeine Entwicklungsstörungen, Cerebralparesen, Epilepsien, Kopfschmerzen, Muskelerkrankungen, Spina bifida, Hydrocephalus und andere Fehlbildungen),
- Hör- und Sehstörungen,
- Lernbehinderungen,
- geistige Behinderungen,
- Autismus,
- komplexe Syndrome (z. B. Down-Syndrom),
- angeborene Fehlbildungen (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten),
- psychische Störungsbilder (z.B. Verhaltensauffälligkeiten im Säuglings- und Kleinkindalter, Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens, psychosomatische Symptome),
- umschriebene Entwicklungsstörungen (z.B. Sprachstörungen etc.),
- Störungen des sozialen und familiären Umfeldes (z.B. familiäre Interaktionsstörungen, Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch).
Das Angebot im SPZ
In unserem SPZ erarbeiten wir für jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan unter Berücksichtigung der aktuellen Erfordernisse und der familiären Rahmenbedingungen.
Zu unserem Team gehören spezialisierte Kinderärzte, Physiotherapeuten, Heilpädagogen, Motopäden, Logopäden und Psychologen. Darüber hinaus arbeiten wir bei Bedarf eng mit wohnortnahen Therapeuten zusammen. Unsere Zusammenarbeit mit Orthopädietechnikern hat sich in der Versorgung mit Hilfsmitteln vom Rollstuhl bis zur Schuheinlage ebenso bewährt.
Die räumliche Nähe zum stationären Bereich unserer Kinderklinik ermöglicht die zeitnahe Nutzung von deren umfangreichem Leistungsspektrum und den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten.
Die Integration und das Miteinbeziehen der Eltern durch unser Team sind ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit. Denn ein wesentlicher Anteil der Versorgung besteht in der Umsetzung und kontinuierlichen Wiederholung der Übungselemente im häuslichen Umfeld.