Ambulante und stationäre Palliativversorgung

Was ist Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Kinder und Jugendliche?

Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen, sowie ihrer Angehörigen.
Ziel ist es, eine größtmögliche Linderung leidvoller Symptome zu erreichen, um so die Lebensqualität des Patienten und ihrer Familien zu verbessern. Ambulant bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Patienten alle Hilfen auch zuhause erfahren sollen mit dem Ziel der Verkürzung und Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, sowie der Optimierung der Betreuung zu Hause.
Darüber hinaus soll auch die Lebensqualität der Eltern und Geschwister der Patienten durch eine entsprechende Entlastung und Begleitung verbessert werden.

Wer hat Anspruch auf SAPV?

Es besteht ein rechtmäßiger Anspruch des gesetzlich Krankenversicherten, wenn eine nicht heilbare, fortschreitende und weit fortgeschrittene Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung vorliegt.

Wann werden wir aktiv?

Wenn die Versorgung durch die Helfer vor Ort nicht (mehr) ausreicht. SAPV kann im Laufe der Erkrankung intermittierend oder am Lebensende durchgängig erbracht werden.

Erkrankungen mit palliativem Versorgungsanspruch:

  • Lebensbedrohliche Erkrankungen, für die eine kurative Therapie verfügbar ist, welche jedoch auch versagen kann (z.B. extreme Frühgeburtlichkeit, fortschreitende Krebserkrankungen, irreversibles Organversagen).
  • Erkrankungen, bei denen ein frühzeitiger Tod unvermeidlich ist. Lange Phasen intensiver Therapien haben eine Lebensverlängerung und eine Teilnahme an Aktivitäten des täglichen Lebens zum  Ziel  (z.B. Muskeldystrophie, Zystische Fibrose).
  • Progrediente Erkrankungen, ohne die Möglichkeit einer kurativen Therapie. Die Therapie erfolgt häufig ausschließlich palliativ (z.B. Adrenoleukodystrophie, Mukopolysaccharidosen).
  • Irreversible, jedoch nicht progrediente Erkrankungen, die regelhaft Komplikationen zeigen, sich unvorhergesehen verschlechtern können und wahrscheinlich zum vorzeitigen Tod führen (z.B. Formen schwerer CP wie Z. n. perinataler Asphyxie, Hirn- oder Rückenmarkerkrankungen).

Wir sind für Sie da mit:

  • Regelmäßigen Hausbesuchen und ärztlicher Untersuchung
  • Überprüfung des Therapieplans und Erstellung eines individuellen Konzeptes
    für Notfallsituationen
  • Gemeinsamen Formulierens der Therapieziele
  • Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte
  • Pflegerischer Beratung und Anleitung in spezieller Pflege
  • Hilfsmittelkoordination und -optimierung
  • Sozialrechtlicher Beratung
  • Symptomkontrolle/-linderung
  • Krisenintervention
  • Unterstützung in der Krankheitsbewältigung
  • Koordination/Abstimmung mit den bereits involvierten Berufsgruppen zur bestmöglichen Zusammenarbeit aller beteiligten „Helfer“
  • Sterbe- und Trauerbegleitung

Gut zu wissen:

  • 24 Stunden telefonische Erreichbarkeit für die Familien und die beteiligten Netzwerkpartner vor Ort.
  • Jederzeit palliativmedizinisch auf Kinder spezialisiertes Expertenwissen abrufbar
  • Hausbesuche, wann immer notwendig

Kontakt

Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar.

24 Stunden Rufbereitschaft
Telefon: 0271/2345-656
 
Büro: 08:00 – 16:00 Uhr

Kinderpalliativteam Siegen (KiPS) an der DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH

Leitung: Oberarzt Marcus Linke
Wellersbergstraße 60
57072 Siegen
E-Mail: palliativ@drk-kinderklinik.de
Telefon: 0271/2345-656
Telefax: 0271/2345-202
Internet: www.drk-kinderklinik.de