Tagesklinik

In der Tagesklinik der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie können 12 psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche behandelt werden.

Die tagesklinische Behandlung findet von montags bis freitags statt. Abends und am Wochenende sind die Kinder und Jugendlichen zu Hause in ihrem gewohnten sozialen Umfeld. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, da eine intensive Einbeziehung der Eltern in die Therapie möglich ist.

Die Tagesklinik ergänzt den vorhandenen stationären Bereich, kann einen vollstationären Aufenthalt vorbereiten und verkürzen.

Die Störungsbilder, welche wir behandeln, finden sie unter „Leistungs- und Behandlungsspektrum“

In dem großzügigen Raumangebot werden wir den individuellen Bedürfnissen der Kindern und Jugendlichen gerecht.
Alle Therapieformen erfolgen als Einzel- und oder Gruppentherapien. Die Einbeziehung der Familienmitglieder oder weiteren wichtigen Bezugspersonen ist uns wichtig, deshalb finden regelmäßige Familiengespräche und pädagogische Elternberatung und Coaching statt. Die enge Zusammenarbeit mit den Familien wird bei Bedarf durch Videogestützte Interaktionstrainings (Link Martemeo), Hospitationen und Hausbesuche ergänzt.

Jede/r PatientIn wird von einer/m Therapeuten/in und einer Fachkraft aus dem Pflege- und Erziehungsdienst begleitet. Der psychotherapeutische Behandlungsansatz berücksichtigt die Bedürfnisse des Patienten und seiner Familie und umfasst verhaltenstherapeutische, systemische und tiefenpsychologische Ansätze. Die Familien werden intensiv in die Behandlung einbezogen, um gemeinsame Lösungswege zu erarbeiten.

Die therapeutischen Zugangswege werden durch heilpädagogisches Voltigieren, Musiktherapie, Psychodrama, Psychomotorik, Entspannungsverfahren und Kunsttherapie erweitert.

Die Patienten erleben den Alltag und die damit verbundenen Anforderungen gemeinsam in einer Gruppe und werden dabei von erfahrenen Mitarbeitern aus den Bereichen Pflege und Pädagogik begleitet. Diese sogenannte Milieutherapie bildet die Grundlage, auf der die weitere Behandlung aufbaut.

Zu den Freizeitangeboten gehören verschiedene Gruppenaktivitäten, Gesellschaftsspiele und Bewegungsangebote im Innen- und Außenbereich. Die Patienten besuchen die Klinikschule und werden dort nach Absprache mit der Heimatschule in kleinen Gruppen unterrichtet. Im Therapieverlauf kann eine Wiedereingliederung in die Heimatschule begleitet werden.

Durch die verkehrsgünstige Lage der Kinderklinik in der Mitte des Großraumes Siegen besteht nicht nur eine gute Erreichbarkeit externer Schulen, sondern es besteht auch eine gute Voraussetzung für eine Einbindung der relevanten Bezugspersonen in die teilstationäre Therapie.