Ambulante und stationäre Palliativversorgung

Pädiatrische Palliativmedizin - Was ist das?

Was bedeutet Palliativmedizin?

In der Palliativversorgung geht es nicht um Heilung, sondern um die umfassende Versorgung und Begleitung von Menschen mit nicht heilbaren, lebensbedrohlichen Erkrankungen. Wie ein Mantel (lat. pallium = Mantel) sollen die Betroffenen und ihre Angehörigen durch die Palliativversorgung umhüllt werden. Dieses angemessen umzusetzen ist eine herausfordernde gesellschaftliche Aufgabe.

Ziele einer Palliativversorgung

Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Ziel ist es, eine größtmögliche Linderung leidvoller Symptome zu erreichen, um so die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Was bedeutet Palliativmedizin im Kindes- und Jugendalter?

In der pädiatrischen Palliativmedizin rückt das Konzept der ganzheitlichen Betreuung eines Patienten und seiner Familie in den Mittelpunkt. Ziel ist es, den Patienten altersgerecht bestmöglich medizinisch, pflegerisch, psychosozial und spirituell zu unterstützen, um so seine leidvollen Symptome zu lindern. Darüber hinaus soll auch die Lebensqualität der Eltern und Geschwister der Patienten durch eine entsprechende Entlastung und Begleitung verbessert werden.

Ziele einer pädiatrischen Palliativversorgung

Die optimale Lebensqualität des Kindes und seiner Familie steht bei der pädiatrischen Palliativmedizin im Mittelpunkt. Es ist immer das Ziel, eine größtmögliche Linderung leidvoller Symptome zu erreichen, um so die Lebensqualität des Patienten und seiner Familie zu verbessern. „Familie“ sind diejenigen, die Sorge tragen für das Wohl des Kindes. Das wiederum kann körperliche, seelische, spirituelle und soziale Aspekte beinhalten. Die genetische Beziehung zum Kind ist dabei von nachgeordneter Bedeutung.

Alle medizinischen und nicht medizinischen Ressourcen müssen dem Kind und seiner Familie in einer altersgerechten, dem jeweiligen Entwicklungsstand angemessenen und kulturell passenden Art und Weise zur Verfügung stehen.

Welche Patienten profitieren von einer Palliativversorgung?

Alle Patienten, bei denen eine Heilung ihrer Grunderkrankung nicht mehr möglich ist und die daher eine verkürzte Lebenserwartung haben, d.h. Patienten, die lebenslimitierend erkrankt sind.

Der große Unterschied zur Erwachsenenmedizin

Während man den Begriff Palliativmedizin aus der Erwachsenenmedizin unweigerlich mit einem baldigen Versterben des Patienten verbindet, kann eine palliative Begleitung des Patienten und seiner Familie in der Kinder- und Jugendmedizin durchaus über mehrere Jahre oder auch Jahrzehnte andauern. Eine palliative Betreuung beginnt schon mit der Diagnosestellung einer lebenslimitierenden Erkrankung, also durchaus bereits in den ersten Lebenstagen (z.B. bei angeborenen Stoffwechseldefekten oder Muskelerkrankungen). Aber auch ein Unfall mit nachfolgender schwerer neurologischer Beeinträchtigung oder eine Tumorerkrankung können zu einer lebenslimitierenden Erkrankung führen.

Kontakt

Päd. Intensivstation
DRK-Kinderklinik Siegen
Oberarzt Abt. Päd. Intensivmedizin
Markus Linke
Tel.: 02 71 / 23 45-545