Was passiert im Krankenhaus rund um die Operationen?

Der stationäre Aufenthalt dauert jeweils ca. 7 bis 8 Tage.

 

Die stationäre Aufnahme erfolgt planmäßig einen Tag vor der OP. Zunächst wird das Kind kinderärztlich untersucht, der Gesundheitszustand wird erfasst und eine Blutentnahme erfolgt. Bei der Blutentnahme wird üblicherweise durch einen Fingerpiks ein sogenanntes „kapilläres Blutbild“ erstellt.

 

Anschließend beziehen Sie das Krankenzimmer auf der für Sie zuständigen Station und bekommen den stationären Ablauf erklärt. Im weiteren Verlauf des Tages erfolgen die Untersuchungen und Aufklärungsgespräche durch die Ärzte der Narkoseabteilung sowie durch Dr. Koch, den Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen.

 

Tags danach erfolgt nach eingehaltener Nüchternzeit vor OP der operative Eingriff. Dieser dauert je nach Ausgangsbefund zwischen 2 ½ und 4 Stunden. Nach der Operation wird das Kind zunächst im Aufwachraum überwacht. Wenn eine Operation am Gaumen stattgefunden hat, erfolgt die weitere Überwachung für eine Nacht auf der Intensivstation. Wenn eine Operation lediglich im Bereich der Lippe, der Nase oder des zahntragenden Fortsatzes stattgefunden hat, wird das Kind aus dem Aufwachraum direkt auf die Normalstation verlegt.

 

Es erfolgt initial eine Schmerz-Therapie parallel über die Vene sowie mittels Zäpfchen oder Schmerzsaft. Ebenso erfolgt eine Antibiotikum-Therapie über die Dauer des stationären Aufenthaltes.

 

Die Ernährung erfolgt in aller Regel mittels flüssig-breiiger Kost. Nach erfolgter primärer Gaumenoperation erleichtern wir die Ernährung mit einer Magensonde, die planmäßig für die Dauer von 24 Stunden gelegt ist. Die Magensonde kann darüber hinaus bei Bedarf belassen werden. Das Füttern sollte saugfrei erfolgen. Dies gelingt für gewöhnlich gut mit dem SpecialNeeds Sauger der Firma Medela, einem SoftCup, einem FingerFeeder, über einen Flexy-Löffel oder einfach einen kleinen Becher. Wurde das Kind bis vor OP gestillt, so ist dies auch nach Operation erlaubt.

 

Eine Fixierung des Kindes z.B. mit Armstulpen ist nicht notwendig.

 

In der ersten Zeit nach Operation kann man die Erholungsphase durch das Verabreichen von abschwellenden Nasentropfen und einer hinreichenden Schmerzmedikation erleichtern. Wird der Oberkörper hochgelagert, kommt es zu einer besseren Abschwellung des Wundgebietes, dies wirkt sich wiederum positiv auf das Befinden aus. Das Kind sollte in der ersten Zeit möglichst nicht mit einem Schnuller beruhigt werden. Ausnahmen von dieser Regel sind nach Rücksprache möglich.

 

Die Entlassung aus dem stationären Aufenthalt erfolgt, nachdem eine eingebrachte Verbandplatte oder das Nahtmaterial aus dem Lippenweiß entfernt worden sind.

 

Eine erste nachstationäre Kontrolle findet nach ca. 10 bis 14 Tagen statt. Bis dahin ist weiterhin besonderes Augenmerk auf eine vorsichtige Ernährung zu legen.